Herzlich willkommen  

beim VDS in Sachsen-Anhalt  

 


Eine sprachgeschichtliche Reise durch Sachsen-Anhalt

Wo kommt sie her, die deutsche Sprache? Und wer waren die treibenden Personen? Mit einer kleinen literarischen Reise durchs Land und durch die Jahrhunderte geht es zu den Anfängen der Sprache im heutigen Sachsen-Anhalt: Merseburger Zaubersprüche, erste Prosa in Deutsch, Eike von Repgows Sachsenspiegel, Neue Furchtbringende Gesellschaft, Gleim, Winckelmann, Goethe und Schiller, Nathusius, Novalis, Reichardts Garten, Goethe-Theater Bad Lauchstädt, Literaturhaus Magdeburg und viele mehr.

Eine rund 18-minütige sehenswerte Reportage des „Stadtfernsehens mit Kultur” aus Magdeburg kulturmd im Auftrag der Staatskanzlei und des Ministeriums für Kultur Sachsen-Anhalt.

Quelle: YouTube/© kulturmdTV 


Deutsches Musik Radio auf Sendung

Verein Deutsche Sprache mit eigenem Radiosender für deutschsprachige Musik • MDR zieht erst später nach

In Zusammenarbeit mit dem Wittener Unternehmen „Radioprofis“ sendet seit 5. Mai das „Deutsche Musik Radio“ (DMR) rund um die Uhr Unterhaltung und richtet sich mit Klassikern sowie aktuellen Hits der deutschsprachigen Musik an jede Altersgruppe. Neben Service-Tipps, Neuigkeiten und wissenswerten Fakten rund um die deutsche Sprache und Kultur, stellt die wöchentliche Sendung mit Frank Papke einen besonderen Programmpunkt dar. In „Schlagerclub mit Frank“ widmet sich der bekannte Fernseh-Moderator den größten Spitzenschlagern.  Hier geht es zum Reinhören: www.deutschesmusikradio.de. Musikwünsche können hier abgeben werden.

Während in anderen Ländern eine Quote zur Regelung fremdsprachiger Musik gängig ist, hört man in deutschen Radios noch immer viel weniger deutschsprachige als englische Texte – und das, obwohl seit zwei Jahren mehr Titel in deutscher als in anderen Sprachen verkauft werden. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, hat der Verein Deutsche Sprache eine eigene Online-Radiostation ins Leben gerufen.

Das hat nun wohl auch der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) erkannt. Der MDR-Rundfunkrat hat sich in seiner Sitzung am 7. März 2016 mit dem Projekt eines DAB+ Schlagerprogramms als Teil einer multimedialen Plattform befasst und diesem neuen Angebot zugestimmt. Sendestart ist noch in diesem Jahr vorgesehen. Bereits am 6. Mai startete das neue Portal „Meine Schlagerwelt“ im Internet. „Auf der Internet-Plattform finden Schlagerfans die beste Musik aus MDR-Schlagersendungen, exklusive Interviews mit Stars, Porträts von Newcomern und Neuigkeiten aus der Branche”, heißt es beim MDR.


Deutsch verbindet!

Der Verein Deutsche Sprache e. V. (VDS) hat sein Motto für das aktuelle Jahr gewählt. »Deutsch verbindet!« wird das übergreifende Thema seiner kommenden Projekte sein.  

„Nie war die deutsche Sprache als sozialer Kitt so wichtig wie heute“, sagt der VDS-Vorsitzende Prof. Dr. Walter Krämer. „Hunderttausende Flüchtlinge und vor allem Flüchtlingskinder müssen so schnell wie möglich die deutsche Sprache lernen.“ Kontraproduktiv seien dabei ein ideologisch motivierter Genderwahn und das Bestreben vieler Kommunen, auch Englisch als Verkehrssprache in ihren Ämtern zuzulassen. „Das ist eine Integrationsbremse allererster Qualität“, so Krämer. 

„Der VDS wird sich bei allen Themen einmischen und seine Stimme für die deutsche Sprache erheben“, kündigt Krämer an. „Und natürlich wählen wir wieder den Sprachpanscher des Jahres, zeichnen aber auch vorbildlichen Sprachgebrauch mit zahlreichen Preisen auf Regional- und Bundesebene aus.“

Mit mehr als 36.000 Mitgliedern ist der VDS der größte Sprach- und Kulturverein der Welt. Er setzt sich dafür ein, dass Deutsch als ernstzunehmende Kultursprache erhalten bleibt und insbesondere nicht zu einem Pidgin-Dialekt namens Denglisch verkommt.

Gerade aus Anlass des alljährlich am 21. Februar stattfindenden Internationalen Tages der Muttersprache mahnt die Regionalgruppe Sachsen-Anhalt des VDS einen sorgsamen, verantwortungsvollen und selbstbewussten Umgang mit unserer Muttersprache an. Diese Forderung richtet sich insbesondere an die Parteien, die sich am 13. März zur Wahl stellen. Die neue Landesregierung hat die Voraussetzungen zu schaffen, dass die Integration der ausländischen Mitbürger gelingt, deren Asylantrag genehmigt wird. Das Erlernen der deutschen Sprache ist dafür eine elementare Grundlage.


Aktivitäten des Vereins Deutsche Sprache in Sachsen-Anhalt im Jahr 2016

Feste Termine im Kalender 2016 sind der Internationale Tag der Muttersprache (21. Februar), der Welttag des Buches (23. April), ), der Tag der deutschen Sprache (10. September), das 11. Festspiel der deutschen Sprache vom 15. bis 18. September im Gothe-Theater Bad Lauchstädt, die Verleihung des Kulturpreises Deutsche Sprache im Oktober in Kassel, der 13. Bundesweite Vorlesetag am 18. November und die VDS-Regionalversammlung mit Neuwahl der Regionalleitung Sachsen-Anhalt im Herbst.

Einen Überblick über die Termine und Veranstaltungen finden Sie hier.

Die Vereinschronik der Jahre 2007 bis 2015 steht hier zum Herunterladen bereit (etwa 19 MB).


Gewinner des Schülerwettbewerbs »Thietmar und ich« in Merseburg ausgezeichnet

Am 21. November 2015 erfuhren die Teilnehmer des Schülerwettbewerbs »Thietmar und ich • Sprache und Schrift im Wandel der Zeit« bei einer Feierstunde im Merseburger Dom die Entscheidung der Jury: Den ersten Preis in der Kategorie Gruppenarbeit erhielt die Klasse 6/1 des Merseburger Domgymnasiums für ihre Arbeit »Einblicke in das Leben und Schaffen von Thietmar«, den ersten Preis in der Kategorie Einzelarbeit (bis 4 Personen) erhielten die Geschwister Anna, Elisabeth, Friederike und Konrad Ilgner aus den Klassen 6, 9 und 11 für ihr Projekt »Litteras dabimus ad Thietmarum« – Wir werden Thietmar einen Brief schreiben. Die Preise überreichten Arne-Grit Gerold (erste Sitzreihe links), Leiterin der Regionalgruppe Sachsen-Anhalt des Vereins Deutsche Sprache (VDS) und Michael George (rechts stehend), Merseburgs Kulturamtsleiter. 

Anlässlich des alljährlich auf Vorschlag der UNESCO von den Vereinten Nationen am 21. Februar ausgerufenen Internationalen Tages der Muttersprache haben die Stadt Merseburg, die Vereinigten Domstifter zu Merseburg und Naumburg und des Kollegiatstifts Zeitz sowie der VDS einen Schülerwettbewerb ausgelobt. Schirmherr war Frank Bannert, Landrat des Saalekreises. Das Projekt stand im Zusammenhang mit der vom 10. August bis 9. November 2015 in Merseburg zu sehenden Sonderausstellung »1000 Jahre Kaiserdom Merseburg«, in der auch das Lebenswerk des Bischofs Thietmar (975 – 1018) von Merseburg gewürdigt wurde.

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Foto: Jörg Bönisch


Brauchen wir die Powerfrau?

Der hallenser Autor Dr. Heinz Böhme lädt Leser zu einer Reise durch den deutschen Sprachgebrauch ein • Neuerscheinung im IFB Verlag Deutsche Sprache

Titelseite des Buches »Brauchen wir die Powerfrau?« von VDS-Mitglied Dr. Heinz Böhme

Tausende von Germanisten, Linguisten, Schriftstellern, Journalisten, Lehrern und Dichtern haben unsere Sprache im Laufe der Geschichte zu dem gemacht, was sie heute ist: zur  „Orgel unter den Sprachen”, wie Jean Paul einst bemerkte. 

Mit seiner Sammlung von Anmerkungen und Wortspielereien wendet sich Dr. Heinz Böhme an alle, welche sich im Alltag ebenfalls Gedanken über unsere Sprache machen. Die meisten sprachlichen Unfälle werden durch Anglizismen verursacht, die für viele deutschsprachige Bürger »Böhmische Dörfer« sind. Diesen Titel trug die vorausgegangene Ausgabe seines Buches aus dem Jahr 2012, welches nun im Oktober dieses Jahres überarbeitet und erweitert erschienen ist.

Um die Schäden gering zu halten, unterstützt Dr. Böhme den Verein Deutsche Sprache e. V. (VDS) in seinem Wirken gegen unverständliche Anglizismen und für richtiges Deutsch.

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Das Buch ist im Oktober 2015 im IFB-Verlag Deutsche Sprache GmbH erschienen (1. Auflage, Paderborn 2015, 112 Seiten, 9,90 Euro, ISBN 978-3-942409-46-9). Mit Zeichnungen von Dirk Eichstädt.


Flüchtlinge brauchen Integration – Neuer Anlauf für Deutsch ins Grundgesetz 

(Dortmund, 1. Oktober 2015) Der deutschlandweite Verein Deutsche Sprache e. V. mahnt die Politik zu mehr Einsatz bei der Integration von Flüchtlingen. „Diese Integration gelingt nur über die deutsche Spra­che“, erklärt das zuständige VDS-Vorstandsmitglied Dr. Reiner Pogarell. „Und gerade hier versagt die deutsche Politik komplett.“

Als gutes wie schlechtes Beispiel gleichermaßen führt Pogarell hier Schweden an: Dort entstand in den 90-er Jahren eine durch ausgeprägtes staatliches Desinteresse an sprachli­cher Eingliederung geförderte Gettokultur, mit allen Nachteilen wie hoher Kriminalität und sozialer Chancenlosigkeit, die mit dieser Abschottung verbunden sind. Dann nahm der Reichstag in Stockholm die Landessprache in die Verfassung auf. Der Vorsitzende des größten schwedischen Sprachvereins Spraksförsvaret, Per-Åke Lindblom, bringt die Konse­quenzen auf den Punkt: „Vor dem Sprachgesetz war Nacht, jetzt ist es Tag.“

In Deutschland dagegen gebe es immer noch Politiker, die das Englische als zweite Ver­kehrssprache propagierten oder das Deutschlernen für Zuwanderer als Zumutung empfän­den. „Hier ist ein klares Signal gefragt“, so Pogarell. „Einen Zusatz in Artikel 22 Grundgesetz: ‚Die Sprache der Bundesrepublik Deutschland ist Deutsch‘.“

Abb.: © stockWERK - Fotolia.com 


Ein musikalisch-satirischer Gruß: Bereits 1976 sangen Roy Black und Heinz Schenk in der Fernsehsendung »Zum Blauen Bock« „Oh was ist die deutsche Sprache doch so schön“

Quelle: YouTube/Hessischer Rundfunk