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beim VDS in Sachsen-Anhalt  

 


Deutsches Musik Radio auf Sendung

Verein Deutsche Sprache mit eigenem Radiosender für deutschsprachige Musik • MDR zieht erst später nach

In Zusammenarbeit mit dem Wittener Unternehmen „Radioprofis“ sendet seit 5. Mai das „Deutsche Musik Radio“ (DMR) rund um die Uhr Unterhaltung und richtet sich mit Klassikern sowie aktuellen Hits der deutschsprachigen Musik an jede Altersgruppe. Neben Service-Tipps, Neuigkeiten und wissenswerten Fakten rund um die deutsche Sprache und Kultur, stellt die wöchentliche Sendung mit Frank Papke einen besonderen Programmpunkt dar. In „Schlagerclub mit Frank“ widmet sich der bekannte Fernseh-Moderator den größten Spitzenschlagern.  Hier geht es zum Reinhören: www.deutschesmusikradio.de. Musikwünsche können hier abgeben werden.

Während in anderen Ländern eine Quote zur Regelung fremdsprachiger Musik gängig ist, hört man in deutschen Radios noch immer viel weniger deutschsprachige als englische Texte – und das, obwohl seit zwei Jahren mehr Titel in deutscher als in anderen Sprachen verkauft werden. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, hat der Verein Deutsche Sprache eine eigene Online-Radiostation ins Leben gerufen.

Das hat nun wohl auch der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) erkannt. Der MDR-Rundfunkrat hat sich in seiner Sitzung am 7. März 2016 mit dem Projekt eines DAB+ Schlagerprogramms als Teil einer multimedialen Plattform befasst und diesem neuen Angebot zugestimmt. Sendestart ist noch in diesem Jahr vorgesehen. Bereits am 6. Mai startete das neue Portal „Meine Schlagerwelt“ im Internet. „Auf der Internet-Plattform finden Schlagerfans die beste Musik aus MDR-Schlagersendungen, exklusive Interviews mit Stars, Porträts von Newcomern und Neuigkeiten aus der Branche”, heißt es beim MDR.


Deutsch verbindet!

Der Verein Deutsche Sprache e. V. (VDS) hat sein Motto für das aktuelle Jahr gewählt. »Deutsch verbindet!« wird das übergreifende Thema seiner kommenden Projekte sein.  

„Nie war die deutsche Sprache als sozialer Kitt so wichtig wie heute“, sagt der VDS-Vorsitzende Prof. Dr. Walter Krämer. „Hunderttausende Flüchtlinge und vor allem Flüchtlingskinder müssen so schnell wie möglich die deutsche Sprache lernen.“ Kontraproduktiv seien dabei ein ideologisch motivierter Genderwahn und das Bestreben vieler Kommunen, auch Englisch als Verkehrssprache in ihren Ämtern zuzulassen. „Das ist eine Integrationsbremse allererster Qualität“, so Krämer. 

„Der VDS wird sich bei allen Themen einmischen und seine Stimme für die deutsche Sprache erheben“, kündigt Krämer an. „Und natürlich wählen wir wieder den Sprachpanscher des Jahres, zeichnen aber auch vorbildlichen Sprachgebrauch mit zahlreichen Preisen auf Regional- und Bundesebene aus.“

Mit mehr als 36.000 Mitgliedern ist der VDS der größte Sprach- und Kulturverein der Welt. Er setzt sich dafür ein, dass Deutsch als ernstzunehmende Kultursprache erhalten bleibt und insbesondere nicht zu einem Pidgin-Dialekt namens Denglisch verkommt.

Gerade aus Anlass des alljährlich am 21. Februar stattfindenden Internationalen Tages der Muttersprache mahnt die Regionalgruppe Sachsen-Anhalt des VDS einen sorgsamen, verantwortungsvollen und selbstbewussten Umgang mit unserer Muttersprache an. Diese Forderung richtet sich insbesondere an die Parteien, die sich am 13. März zur Wahl stellen. Die neue Landesregierung hat die Voraussetzungen zu schaffen, dass die Integration der ausländischen Mitbürger gelingt, deren Asylantrag genehmigt wird. Das Erlernen der deutschen Sprache ist dafür eine elementare Grundlage.


Aktivitäten des Vereins Deutsche Sprache in Sachsen-Anhalt im Jahr 2016

Feste Termine im Kalender 2016 sind der Internationale Tag der Muttersprache (21. Februar), der Welttag des Buches (23. April), ), der Tag der deutschen Sprache (10. September), das 11. Festspiel der deutschen Sprache vom 15. bis 18. September im Gothe-Theater Bad Lauchstädt, die Verleihung des Kulturpreises Deutsche Sprache im Oktober in Kassel, der 13. Bundesweite Vorlesetag am 18. November und die VDS-Regionalversammlung mit Neuwahl der Regionalleitung Sachsen-Anhalt im Herbst.

Einen Überblick über die Termine und Veranstaltungen finden Sie hier.

Die Vereinschronik der Jahre 2007 bis 2015 steht hier zum Herunterladen bereit (etwa 19 MB).


Gewinner des Schülerwettbewerbs »Thietmar und ich« in Merseburg ausgezeichnet

Am 21. November 2015 erfuhren die Teilnehmer des Schülerwettbewerbs »Thietmar und ich • Sprache und Schrift im Wandel der Zeit« bei einer Feierstunde im Merseburger Dom die Entscheidung der Jury: Den ersten Preis in der Kategorie Gruppenarbeit erhielt die Klasse 6/1 des Merseburger Domgymnasiums für ihre Arbeit »Einblicke in das Leben und Schaffen von Thietmar«, den ersten Preis in der Kategorie Einzelarbeit (bis 4 Personen) erhielten die Geschwister Anna, Elisabeth, Friederike und Konrad Ilgner aus den Klassen 6, 9 und 11 für ihr Projekt »Litteras dabimus ad Thietmarum« – Wir werden Thietmar einen Brief schreiben. Die Preise überreichten Arne-Grit Gerold (erste Sitzreihe links), Leiterin der Regionalgruppe Sachsen-Anhalt des Vereins Deutsche Sprache (VDS) und Michael George (rechts stehend), Merseburgs Kulturamtsleiter. 

Anlässlich des alljährlich auf Vorschlag der UNESCO von den Vereinten Nationen am 21. Februar ausgerufenen Internationalen Tages der Muttersprache haben die Stadt Merseburg, die Vereinigten Domstifter zu Merseburg und Naumburg und des Kollegiatstifts Zeitz sowie der VDS einen Schülerwettbewerb ausgelobt. Schirmherr war Frank Bannert, Landrat des Saalekreises. Das Projekt stand im Zusammenhang mit der vom 10. August bis 9. November 2015 in Merseburg zu sehenden Sonderausstellung »1000 Jahre Kaiserdom Merseburg«, in der auch das Lebenswerk des Bischofs Thietmar (975 – 1018) von Merseburg gewürdigt wurde.

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Foto: Jörg Bönisch


Brauchen wir die Powerfrau?

Der hallenser Autor Dr. Heinz Böhme lädt Leser zu einer Reise durch den deutschen Sprachgebrauch ein • Neuerscheinung im IFB Verlag Deutsche Sprache

Titelseite des Buches »Brauchen wir die Powerfrau?« von VDS-Mitglied Dr. Heinz Böhme

Tausende von Germanisten, Linguisten, Schriftstellern, Journalisten, Lehrern und Dichtern haben unsere Sprache im Laufe der Geschichte zu dem gemacht, was sie heute ist: zur  „Orgel unter den Sprachen”, wie Jean Paul einst bemerkte. 

Mit seiner Sammlung von Anmerkungen und Wortspielereien wendet sich Dr. Heinz Böhme an alle, welche sich im Alltag ebenfalls Gedanken über unsere Sprache machen. Die meisten sprachlichen Unfälle werden durch Anglizismen verursacht, die für viele deutschsprachige Bürger »Böhmische Dörfer« sind. Diesen Titel trug die vorausgegangene Ausgabe seines Buches aus dem Jahr 2012, welches nun im Oktober dieses Jahres überarbeitet und erweitert erschienen ist.

Um die Schäden gering zu halten, unterstützt Dr. Böhme den Verein Deutsche Sprache e. V. (VDS) in seinem Wirken gegen unverständliche Anglizismen und für richtiges Deutsch.

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Das Buch ist im Oktober 2015 im IFB-Verlag Deutsche Sprache GmbH erschienen (1. Auflage, Paderborn 2015, 112 Seiten, 9,90 Euro, ISBN 978-3-942409-46-9). Mit Zeichnungen von Dirk Eichstädt.


Flüchtlinge brauchen Integration – Neuer Anlauf für Deutsch ins Grundgesetz 

(Dortmund, 1. Oktober 2015) Der deutschlandweite Verein Deutsche Sprache e. V. mahnt die Politik zu mehr Einsatz bei der Integration von Flüchtlingen. „Diese Integration gelingt nur über die deutsche Spra­che“, erklärt das zuständige VDS-Vorstandsmitglied Dr. Reiner Pogarell. „Und gerade hier versagt die deutsche Politik komplett.“

Als gutes wie schlechtes Beispiel gleichermaßen führt Pogarell hier Schweden an: Dort entstand in den 90-er Jahren eine durch ausgeprägtes staatliches Desinteresse an sprachli­cher Eingliederung geförderte Gettokultur, mit allen Nachteilen wie hoher Kriminalität und sozialer Chancenlosigkeit, die mit dieser Abschottung verbunden sind. Dann nahm der Reichstag in Stockholm die Landessprache in die Verfassung auf. Der Vorsitzende des größten schwedischen Sprachvereins Spraksförsvaret, Per-Åke Lindblom, bringt die Konse­quenzen auf den Punkt: „Vor dem Sprachgesetz war Nacht, jetzt ist es Tag.“

In Deutschland dagegen gebe es immer noch Politiker, die das Englische als zweite Ver­kehrssprache propagierten oder das Deutschlernen für Zuwanderer als Zumutung empfän­den. „Hier ist ein klares Signal gefragt“, so Pogarell. „Einen Zusatz in Artikel 22 Grundgesetz: ‚Die Sprache der Bundesrepublik Deutschland ist Deutsch‘.“

Abb.: © stockWERK - Fotolia.com 


Schillers Drama »Die Räuber« kam zum 10. Festspiel der deutschen Sprache nach Bad Lauchstädt

Kammersängerin Edda Moser initiiert das Festspiel der deutschen Sprache • Seit zehn Jahren eine Stimme für die deutsche Sprache

Austragungsort des Festspiels der deutschen Sprache: Das Goethe-Theater in Bad Lauchstädt | Foto: Jörg Bönisch

In diesem Jahr erlebte das Festspiel der deutschen Sprache vom 3. bis 6. September seine zehnte Auflage. Zum Auftakt gab es am Donnerstag im Historischen Kursaal ein Festkonzert des MDR-Sinfonieorchester unter musikalischer Leitung von Kristjan Järvi mit den beiden Pianisten Ragna Schirmer und Benjamin Moser. Das eigentliche Festspiel der deutschen Sprache konnte am Freitag und Sonntag im Goethe-Theater mit einer besonders attraktiven Besetzung des 1782 uraufgeführten Schillerschen Dramas »Die Räuber« aufwarten: Günther Maria Halmer (Graf Moor), Johannes Zirner (Franz Moor), Barnaby Metschurat (Karl Moor), Lilith Stangenberg (Amalia von Edelreich), Bernt Hahn (Spiegelberg/Pastor Moser), Leo Zirner (Schweizer), Peter Prager (Roller/Daniel), Uwe Bohm (Razmann/Herrmann) und Peer-Uwe Teska (Schufterle). Das fünfaktige Drama ist von Schiller ursprünglich nicht als Bühnenstück sondern als Lesedrama konzipiert gewesen. Insofern folgte die Lauchstädter Aufführung zum Festspiel der deutschen Sprache genau Schillers Intentionen. Sonnabend am Vormittag moderierte Giovanni di Lorenzo, Chefredakteur der Wochenzeitung »Die Zeit«, ein literarisch-philosophisches Gespräch unter dem Titel »Die Kunst der Rede«. Nachmittags las Burghart Klaußner das Lustspiel »Der zerbrochene Krug« von Heinrich von Kleist. 

René Schmidt, Direktor des Goethe-Theaters, Kammersängerin Prof. Edda Moser und Dr. Reiner Haseloff, Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt (v.l.n.r.) | Foto: Jörg Bönisch

Edda Moser ist eine Dame von Welt. Als Sopranisten wurde sie auf den Bühnen der berühmtesten Opernhäuser vom Publikum gefeiert. Doch kam sie nach langem Aufenthalt im Ausland zurück nach Deutschland, verstand sie die Welt nicht mehr. „Unsere Sprache ist im Begriff, wie ein krankes Tier zu verenden“, wird Moser am 6. Oktober 2006 in der F.A.Z. zitiert. Denn auf Schritt und Tritt begegnen ihr unnötige Anglizismen und ein schludriger Sprachgebrauch. Als künstlerische Leiterin des Festspiels der deutschen Sprache will sie auf bedenkliche sprachliche Entwicklungen hinweisen, wobei sie sich in besonderer Weise der Pflege und dem Erhalt unserer Muttersprache verpflichtet fühlt. So werden alljährlich literarische Werke gelesen, um dem Publikum deren Ursprünglichkeit sowie die Feinheit, Reichhaltigkeit, Ausdrucksstärke und Schönheit der deutschen Sprache  in Erinnerung zu rufen. 

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Verein Deutsche Sprache zu Gast in Wittenberg

Der größte Sprach- und Kulturverein tagte in der Lutherstadt • Jörg Bönisch in den Vorstand gewählt • Wittenberger Erklärung verabschiedet

Rund 200 Vertreter des Vereins Deutsche Sprache e. V. (VDS) kamen am ersten Juliwochenende in der Lutherstadt Wittenberg zu ihrer Delegiertenversammlung zusammen. Wichtigster Tagesordnungspunkt am Sonnabend (04.07.) war die Neuwahl des Vorstands. Dabei wurde Jörg Bönisch, stellvertretender Leiter der Regionalgruppe Sachsen-Anhalt, als Beisitzer gewählt: „Ich freue mich, nun auch im Vorstand die Geschicke des Vereins mit lenken zu können.“

Bildungsreise am 2. Juli mit ausländischen VDS-Regionalvertretern aus Armenien, Indien, Italien, Kamerun, Polen, Thailand, Togo sowie der Schweiz und der Türkei  | Foto: Sandor Kulman 

Das Programm drehte sich rund um die deutsche Sprache: eine Bildungsfahrt an die Originalschauplätze von Lucas Cranach und Eike von Repgow, die Zukunft der deutschen Dialekte und die Auswirkungen des Transatlantischen Handelsabkommens TTIP auf die Sprachen Europas. In der mit großer Mehrheit verabschiedeten „Wittenberger Erklärung“ wird die Bundesregierung aufgefordert, bei dem geplanten Freihandelsabkommen TTIP auch auf die Belange von Sprache und Kultur zu achten. Insbesondere befürchtet der VDS, dass alle Sprachen außer dem Englischen als sogenannte „nichttarifäre Handelshindernisse“ diskriminiert und aus dem öffentlichen und dem Wirtschaftsleben zurückgedrängt werden könnten.

Marktplatz mit Rathaus und Stadtkirche in der Lutherstadt Wittenberg | Foto: Jörg Bönisch

„Wittenberg ist die Stadt Luthers und hatte für die Freunde der deutschen Sprache natürlich viel zu bieten“, betonte der wiedergewählte VDS-Vorsitzende Prof. Dr. Walter Krämer. Die feierliche Eröffnungsveranstaltung fand am Freitag (03.07.) im Auditorium Maximum der Leucorea statt. Es sprach der frühere Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Prof. Dr. Wolfgang Böhmer. Die Festrede hielt Prof. Dr. Hans-Joachim Solms, Sprachwissenschaftler an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Sein Thema lautete: „Über das ‚Verwirrende’ der deutschen Sprache – und darüber, wozu es gut ist“. Arne-Grit Gerold, ehrenamtliche Leiterin der Regionalgruppe Sachsen-Anhalt des VDS, fasste zusammen: „Es erfüllt uns mit Freude, die diesjährige Delegiertenversammlung zur vollsten Zufriedenheit unserer Gäste ausgerichtet zu haben. Bereits 2011 waren wir Gastgeber in Merseburg.“


Dorint-Hotel Halle für vorbildlichen Sprachgebrauch geehrt

Hoteldirektor Dr. Bertram Thieme vom VDS zum Sprachvorbild gekürt 

Direktor Bertram Thieme (Bildmitte) mit Mitarbeitern und VDS-Vertretern | Foto: Jörg Bönisch

Am 17. Juni 2015 zeichnete der Verein Deutsche Sprache (VDS) das Dorint-Hotel „Charlottenhof“ in Halle (Saale) für seinen vorbildlichen Umgang mit der deutschen Sprache aus. Die Auszeichnung wurde dem Hoteldirektor Dr. Bertram Thieme vom Vorsitzenden des Sprachvereins, Prof. Dr. Walter Krämer (Universität Dortmund), vom Vorstandsmitglied Dr. Reiner Pogarell (Institut für Betriebslinguistik) und Arne-Grit Gerold, Leiterin der VDS-Regionalgruppe Sachsen-Anhalt, überreicht.

Der VDS begründet diese Auszeichnung mit dem Namen „Sprachvorbild“ damit, dass das hallesche Dorint-Hotel im Gegensatz zur branchenüblichen Englischtümelei die lebendige Kultursprache Deutsch in vorbildlicher Weise pflegt und kreativ gebraucht. So gibt es dort keinen „manager on duty“, sondern einen „Chef vom Dienst“. Besonders bemerkenswert findet der Verein die Berücksichtigung des halleschen Dialekts, in dem es sogar eine komplette Selbstdarstellungsbroschüre gibt.

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Ein musikalisch-satirischer Gruß: Bereits 1976 sangen Roy Black und Heinz Schenk in der Fernsehsendung »Zum Blauen Bock« „Oh was ist die deutsche Sprache doch so schön“

Quelle: YouTube/Hessischer Rundfunk